Dreambox4K

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[TEST] DREAMBOX 900 UHD 4K

[TEST] Dreambox DM900 ultra HD: Der furiose Einstieg in die 4K-Welt

Lange mussten die Fans auf die erste echte UHD-Box aus dem Hause Dream Property warten. Mit der DM900 ultra HD schickt der Pionier der Linux-Receiver ein Gerät ins Rennen, das nicht nur durch pure Rechenleistung, sondern vor allem durch ein unschlagbares Preis-Leistungs-Verhältnis und kompaktes Design überzeugen will. Wir haben geprüft, ob der „kleine“ Bruder der DM920 den hohen Erwartungen der Community gerecht wird.

Design und Erster Eindruck

Die DM900 kommt in einem deutlich kompakteren Gehäuse daher als die Flaggschiffe der Vergangenheit. Mit ihren Maßen von 270 x 187 x 60 mm passt sie perfekt in jedes moderne Wohnzimmer-Rack. Die Front wird von einem brillanten 3-Zoll Farb-LCD dominiert, das im Betrieb alle wichtigen Informationen und Picons scharf darstellt. Hinter der Frontblende verbirgt sich neben dem obligatorischen Smartcard-Reader auch ein SD-Kartenleser sowie ein USB 3.0 Anschluss.

Hardware: Ein Quantensprung in der Geschwindigkeit

Das Herzstück der DM900 ist der Broadcom BCM7252S Dual-Core Prozessor, der mit stolzen 12.000 DMIPS taktet. Unterstützt wird die CPU von 2 GB DDR4 RAM und einem 4 GB eMMC Flash-Speicher.

In der Praxis bedeutet das: Die Box ist rasend schnell.

  • Bootzeit: Das DreamOS (Enigma2) ist in knapp 15-18 Sekunden komplett hochgefahren.

  • Zapping: Kanalwechsel erfolgen nahezu verzögerungsfrei, was die DM900 zu einem der schnellsten „Zapper“ auf dem Markt macht.

Tuner und Empfang: Volle Flexibilität

Die Box verfügt über einen Plug&Play-Tuner-Steckplatz. Standardmäßig wird sie oft mit dem DVB-S2 FBC Twin Tuner ausgeliefert. Dank der FBC-Technologie (Full Band Capture) verhält sich die Box so, als wären acht herkömmliche Tuner verbaut – ideal für Nutzer, die ein Programm schauen und mehrere andere auf verschiedenen Transpondern gleichzeitig aufnehmen möchten. Auch Varianten für DVB-C/T2 sind verfügbar, was die Box zukunftssicher für alle Empfangswege macht.

PVR-Funktionen: Slide-In statt Schraubenzieher

Ein echtes Highlight für Hobby-Filmer ist der Festplatten-Einschub auf der Rückseite. Über ein praktisches Slide-In-System lässt sich eine 2,5-Zoll-SATA-Festplatte sekundenschnell einschieben, ohne dass das Gehäuse geöffnet werden muss. So wird die DM900 im Handumdrehen zum vollwertigen Videorekorder.

Bildqualität und Anschlüsse

Die Bildausgabe erfolgt über HDMI 2.0, was die Wiedergabe von echtem 4K-Material mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde inklusive HDR (High Dynamic Range) ermöglicht. Das Upscaling von herkömmlichen HD-Sendern auf 2160p ist exzellent; das Bild wirkt scharf, kontrastreich und extrem plastisch.

Rückseitige Anschlüsse im Überblick:

  • 1x HDMI 2.0 Out / 1x HDMI 1.4a In

  • Gigabit-Ethernet (10/100/1000 MBit/s)

  • S/PDIF (optisch)

  • USB 3.0 für externe Medien

  • Service-Port (Mini-USB)

Software: DreamOS in Bestform

Die DM900 basiert auf dem stabilen DreamOS. Die Bedienung ist intuitiv, und dank der riesigen Community stehen tausende Plugins zur Verfügung – von Mediatheken über alternative Skins bis hin zu komplexen Softcams und Heimnetzwerk-Servern. Auch HbbTV läuft auf dieser Hardware flüssig und ohne Ruckler.


Technische Daten im Check

Feature Spezifikation
Chipsatz Broadcom BCM7252S (12K DMIPS)
Arbeitsspeicher 2 GB DDR4 RAM
Flash 4 GB eMMC
Display 3″ Farb-LCD
Netzwerk Gigabit-LAN
Video UHD, HDR10, HLG

Fazit: Der Preis-Leistungs-König

Die Dreambox DM900 ultra HD ist die perfekte Wahl für alle, die in die Welt des 4K-Fernsehens einsteigen wollen, ohne auf die bewährte Dream-Qualität zu verzichten. Sie ist kompakter als die DM920, verzichtet auf den zweiten Tuner-Slot, bietet aber ansonsten fast die identische brachiale Performance.

Pro:

  • Extrem schnelle Umschaltzeiten und Bootvorgänge.

  • Erstklassiges 3″ Display.

  • Einfache Festplatten-Installation via Slide-In.

  • Überragendes Preis-Leistungs-Verhältnis innerhalb der Dream-Familie.

Contra:

  • Nur ein Tuner-Steckplatz (im Gegensatz zur DM920).

  • 4 GB Flash sind für extrem viele Plugins etwas knapper bemessen (aber völlig ausreichend für den Normalbetrieb).

Gesamturteil: SEHR GUT (94%)

Ein Muss für jeden Enigma2-Fan, der Wert auf Geschwindigkeit und Bildqualität legt. 🙂