[TEST] DREAMBOX 920 UHD 4K

[TEST] Dreambox DM920 ultra HD: Das neue Flaggschiff im exklusiven Praxis-Check
Dream Property setzt mit der Dreambox DM920 ultra HD neue Maßstäbe im Segment der High-End Linux-Receiver. Nachdem der Vorgänger DM900 bereits Maßstäbe setzte, verspricht das neue Top-Modell mit doppelter Tuner-Bestückung, erweitertem Speicher und verbesserter CI-Funktionalität, die ultimative Schaltzentrale für UHD-Enthusiasten zu sein. Wir haben das 349,– Euro teure Enigma2-Flaggschiff exklusiv in unserem Testlabor auf Herz und Nieren geprüft.
Verarbeitung und Ausstattung
Die DM920 ultra HD präsentiert sich im gewohnt edlen, aufgeräumten Dreambox-Design. Das Gehäuse ist exzellent verarbeitet und misst kompakte 270 x 187 x 60 mm. An der Front glänzt ein 3-Zoll großes Farb-LCD-Display, das Stationstext, Logos und EPG-Infos gestochen scharf anzeigt. Daneben befindet sich lediglich ein Touch-On/Off-Sensor.
Die wahren inneren Werte offenbaren sich beim Blick auf die Hardware und die Rückseite. Dream hat der DM920 einen kraftvollen Dual-Core Broadcom-Prozessor mit 12.000 DMIPS spendiert, flankiert von satten 2 GB RAM. Der Flash-Speicher wurde im Vergleich zur DM900 auf 8 GB eMMC verdoppelt, was enormen Freiraum für Images, Plugins und Picons bietet.
Tuner-Revolution und CI-Paradies
Das absolute Highlight sind die zwei Plug&Play-Tunersteckplätze. Dies ermöglicht bisher ungeahnte Flexibilität. Unsere Testbox war mit dem brandneuen DVB-S2X FBC Twin Tuner bestückt. Dank FBC-Technologie (Full Band Capture) stehen dem Nutzer damit quasi acht virtuelle Tuner zur Verfügung, was gleichzeitiges Aufnehmen und Streamen mehrerer Transponder zum Kinderspiel macht. Alternativ sind Triple-Combo- oder DVB-C/T2-Tuner erhältlich.
Ebenfalls neu und einzigartig bei Dream ist die Implementierung von zwei CI-Schnittstellen an der Front, die dank FPGA-Technologie parallel genutzt werden können. Ein Smartcard-Reader komplettiert die Pay-TV-Ausstattung. Auf der Rückseite findet sich zudem ein Einschub für eine 2,5-Zoll-Festplatte, die dank “Slide-In”-System werkzeuglos und im laufenden Betrieb (Hot-Swap) gewechselt werden kann.
Anschlussvielfalt
Dream hat an Anschlüssen nicht gespart:
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HDMI 2.0 (Ausgang): Für perfektes 4K/60Hz Bild.
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HDMI 1.4a (Eingang): Zum Durchschleifen externer Quellen.
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1 Gbit/s Ethernet: Für rasante Netzwerkverbindungen.
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2x USB 3.0 (Front & Rückseite): Für schnelle Datentransfers.
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S/PDIF (optisch): Für digitalen Ton.
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SD-Card-Reader: Zusätzliche Speicheroption.
Praxis-Test: Bedienung, Performance & Bild
Dank der potenten Hardware und dem optimierten DreamOS (basiert auf Enigma2) fliegt die DM920 geradezu durch die Menüs. Der Startvorgang aus dem Deep-Standby ist in beachtlichen 18 Sekunden erledigt. Umschaltzeiten sind bei FTA-Kanälen unter einer Sekunde, bei verschlüsselten Sendern nur unwesentlich langsamer.
Bildqualität auf Referenz-Niveau
Die Bildqualität ist, wie von Dreambox gewohnt, über jeden Zweifel erhaben. Sowohl SD, HD als auch UHD-Inhalte (inklusive HDR und HLG) werden mit brillanter Schärfe, natürlichen Farben und enormer Plastizität auf den Bildschirm gezaubert. Der verbaute Hardware-Scaler leistet ganze Arbeit und wertet auch älteres Material sichtlich auf.
Netzwerk und Multimedia
Die DM920 ist ein wahrer Netzwerkkünstler. Via Gigabit-LAN streamt sie Live-TV und Aufnahmen mühelos im Heimnetzwerk, auch in 4K. Der integrierte Mediaplayer spielt fast alle gängigen Formate (MKV, AVI, MP4, etc.) problemlos ab, auch von NAS-Laufwerken. Dank HbbTV und umfangreichem Plugin-Store (Youtube, Webradio, alternative Skins, IPTV-Dienste) sind den Erweiterungsmöglichkeiten kaum Grenzen gesetzt.
Aufnahmefunktionen
Die PVR-Funktionen sind dank FBC-Tuner und DreamOS-Flexibilität State-of-the-Art. Unbegrenzte gleichzeitige Aufnahmen sind möglich, solange sie sich auf den acht verfügbaren Frequenzen befinden. Timer-Programmierungen via EPG oder Webinterface funktionieren tadellos. Die Aufnahmen landen als verlustfreie TS-Dateien auf der internen Festplatte, dem NAS oder USB-Stick.
| Messergebnisse | DM920 UHD |
| Bootzeit (Kaltstart) | ~ 18 Sek. |
| Umschaltzeit (FTA HD) | < 1 Sek. |
| Umschaltzeit (Pay-TV HD) | ~ 1.2 Sek. |
| Stromverbrauch (Betrieb) | ~ 14 Watt |
| Stromverbrauch (Deep Standby) | < 0.5 Watt |
Fazit: Der unangefochtene UHD-Champion
Die Dreambox DM920 ultra HD ist ohne Übertreibung das derzeit beste Gesamtpaket im Linux-Receiver-Markt. Dream Property hat alle Kritikpunkte des Vorgängers ausgemerzt und mit dem doppelten Tuner-Steckplatz, dem riesigen 8 GB Flash und der parallelen CI-Nutzung exklusive Alleinstellungsmerkmale geschaffen. Die Performance ist dank 12.000 DMIPS CPU atemberaubend, die Bildqualität auf Referenz-Niveau. Wer maximale Flexibilität, modernste Technik und den gewohnten Enigma2-Komfort sucht, kommt an der DM920 nicht vorbei. Sie ist der neue UHD-Champion und erhält unsere uneingeschränkte Kaufempfehlung.
Testurteil: SEHR GUT (96,5%)
Preis/Leistung: Gut
Pros:
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Enorme Tuner-Flexibilität (2x Plug&Play, FBC-Support)
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Extrem schnelles DreamOS (12K DMIPS, 2GB RAM)
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Doppelter Flash-Speicher (8GB)
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Parallele Nutzung von 2x CI-Modulen (FPGA)
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Werkzeugloser 2,5″ HDD-Wechsel (“Slide-In”)
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Referenz-Bildqualität bei UHD/HD/SD
Contras:
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Hoher Preis
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Fernbedienung (RC20) wirkt im Vergleich zur Box etwas einfach